Hunderte Frauen aus aller Welt kämpften als Freiwillige im Spanischen Bürgerkrieg gegen Totalitarismus und Faschismus. Über ihren Einsatz ist wenig bekannt. Forschung und Geschichtsschreibung stellten die männlichen Interbrigadisten in den Mittelpunkt. Renée Lugschitz ist den Spuren der Spanienkämpferinnen nachgegangen und erzählt ihre Geschichte - ihren Einsatz an der Front und im Hinterland, als Kameradinnen unter Kameraden, als mutige Linke im Kampf gegen Franco, aber auch als Opfer der Kommunistischen Partei. Elf ausführliche Porträts illustrieren die Breite dieser Frauenbewegung: Sie reichte von der KP-Krankenschwester aus Wien bis zur bürgerlichen Ärztin aus Texas, vom weiblichen Hauptmann aus Argentinien bis zur waghalsigen Fotoreporterin aus Deutschland.
Rundum gelungen findet Rezensentin Catarina von Wedemeyer diese Arbeit über die Kämpferinnen im Spanischen Bürgerkrieg von Renée Lugschitz. Sie attestiert der Autorin, mit ihrem Buch die "erste historische Darstellung" der Spannienkämpferinnen vorzulegen. Lugschitz gelingt es in ihren Augen überzeugend, eine bislang kaum wahrgenommene Emanzipationsgeschichte vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs höchst anschaulich zu erzählen. Die Porträts der Kämpferinnen scheinen Wedemeyer besonders eindrucksvoll. Es sind für sie Lebensgeschichten, die beim Leser hängen bleiben. Mit Lob bedenkt sie nicht zuletzt die sorgfältigen Recherchen der Autorin sowie ihre exzellente Darstellung des Themas.
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