Richard Dawkins

Geschichten vom Ursprung des Lebens

Eine Zeitreise auf Darwins Spuren
Cover: Geschichten vom Ursprung des Lebens
Ullstein Verlag, Berlin 2008
ISBN 9783550087486
Gebunden, 928 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sebastian Vogel. Richard Dawkins hat sich nichts Geringeres vorgenommen, als die Geschichte des irdischen Lebens zu erzählen. Gemeinsam mit allen anderen Lebewesen reisen wir durch die Zeit, um unsere Vorfahren zu treffen. Dabei kreuzen sich unsere Wege mit längst ausgestorbenen Arten und lebenden Fossilien. Angesichts dieser Fülle von Lebensformen scheint es unglaublich, dass wir mit ihnen allen einen gemeinsamen Urahnen haben. Dawkins erzählt die Geschichte der ersten Primaten, von blinden Höhlenfischen und von atemberaubend schönen Paradiesvögeln. Aus all diesen Berichten spricht eine große Ehrfurcht vor dem Leben, und sie alle belegen Darwins Evolutionstheorie auf unnachahmliche Weise. Geschichten vom Ursprung des Lebens ist das erste Buch, das sich wissenschaftlich fundiert und erzählerisch zugleich mit dem Ursprung des Lebens befasst.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.07.2009

Christian Schlüter hat sich mit einer Fülle von Publikationen über Charles Darwin vertieft, die anlässlich des Darwin-Jahres erschienen sind. Kurz aber heftig macht er seiner Begeisterung über Richard Dawkins' Buch Luft, in der der britische Evolutionsbiologe, sonst als "Darwins Rottweiler" mit bissigen Angriffen gegen die Religionen bekannt, sich ganz auf die Preisung der Vielfalt der Evolution verlegt. Besser könne man nicht für die Evolutionstheorie werben als mit Dawkins prachtvollem Band, freut sich der Rezensent, der sich nur eine etwas reichhaltigere Bebilderung gewünscht hätte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.10.2008

Cord Riechelmann lässt keinen Zweifel daran, dass Richard Dawkins Mammutwerk "Geschichten vom Ursprung des Lebens" großartig ist. Oder wie der Rezensent meint: "Mehr kann man zur Zeit in einem Buch nicht lesen". Was dieses Buch so besonders macht, erklärt uns Riechelmann - nicht ohne Seitenhiebe auf die deutsche Biologie zu verteilen - so: Mit Darwin kann man die Entstehung des Lebens und das Leben selbst nicht erklären. Und dem Zufallsprinzip der Evolution widerspreche auch, dass sich Augen ungefähr vierzig Mal unabhängig voneinander entwickelt haben (mehrfach tauchen auch Giftstacheln auf, die Echoortung oder die Fähigkeit, zu sozialen Zwecken Geräusche zu erzeugen). Dawkins, den Riechelmann als den "radikalsten Darwinisten unserer Tage" schätzt, erklärt dies quasi strukturalistisch. Als Einheit, von der alles ihren Anfang genommen hat, setzt Dawkins kein Lebewesen, sondern eine Struktur, die Möglichkeit, sich selbst zu replizieren: die Vererbung. "Leben als solches sei nicht eindeutig definiert, Vererbung schon", erklärt Riechelmann den großen Coup. Dabei versichert er, schreibe Dawkins in diesem Werk viel nüchterner als etwa in seinem "Gotteswahn" und erzähle dies auf mehr als 900 Seiten als Pilgerreise nach dem Vorbild von Chaucers "Canterbury Tales".

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