Aus dem Amerikanischen von Olaf Kanter. Blickt der Mensch aufs Meer, sieht er lediglich das Dach eines gewaltigen Gebäudes, das der faszinierendsten Tierwelt dieses Planeten ein Zuhause bietet. Richard Ellis hebt das Dach dieses Gebäudes an. Mehr noch: Er führt durch Räume, die der Mensch noch nie betreten hat, erklärt die komplexe Lebenswelt der Ozeane und macht an alarmierenden Beispielen deutlich, welchen Wert die Meeresbewohner für den Menschen darstellen und zwar von den mikroskopisch kleinen Diatomeen bis hin zu den uns scheinbar so vertrauten Walen, den größten Tieren, die unser Planet jemals hervorgebracht hat. Ellis berichtet vom Schicksal des Großalks, des Urvaters der Pinguine, der einst Nordamerika bevölkerte; er erzählt von Seepferdchen, die in China seit Jahrhunderten zu Medizin verarbeitet werden; von der gierigen Rippenqualle, die pro Tag das Zehnfache ihres eigenen Gewichts verzehrt und macht eindringlich den unschätzbaren Wert der Korallen begreiflich. Dabei lag es für Richard Ellis, der auch einen Namen als Maler mariner Themen hat, auf der Hand, dieses Buch selbst zu illustrieren.
Der Rezensent Ulrich Greiner hat Richard Ellis' Buch gemocht, weil er durch die Lektüre viel über die Meeresbewohner gelernt hat. Diese sind laut Ellis auch mehr oder weniger alle bedroht. Da ist zum einen die sogenannte "biologische Invasion", also die Ausbreitung von vordem nur regional verbreiteten Arten über die ganze Welt, zum anderen die Fischindustrie mit ihren Schleppnetzen und Fabriktrawlern. Greiner lobt Ellis' Kompetenz und verständlichen Schreibstil. Was er aber problematisch findet, und was im deutschen Titel "schönfärberisch" überdeckt wurde, ist der "ökologische Alarmismus" des Autors. Für Ellis sei der Mensch die Nemesis der globalen Artenvielfalt. Wer damit übereinstimme, werde mit diesem Buch seine Freude haben.
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