Aus dem Englischen von Christel Dormagen. Nachdem er den Zusammenstoß mit einem Buckelwal nur knapp überlebt hat − das Video, wie dieser direkt vor ihm in die Höhe schießt und auf seinem Kajak landet, ging viral −, lässt den Biologen und Filmemacher Tom Mustill die Faszination nicht mehr los. Er besucht Wissenschaftler:innen und Expert:innen auf der ganzen Welt, sammelt unzählige Geschichten über Begegnungen zwischen Mensch und Wal und erkennt: Wir beginnen gerade erst, diese hochintelligenten Meeressäuger zu erforschen und zu verstehen.Der Kommunikationssinn der Wale ist extrem ausgeprägt: Ihr vielfältiger Gesang entwickelt sich wie Sprache ständig weiter. Dank neuester Technologie gibt es inzwischen Möglichkeiten, Walgeräusche auch in entlegensten Gewässern aufzuzeichnen, mit künstlicher Intelligenz auszuwerten und Muster zu entdecken, die kein menschliches Ohr wahrnehmen würde. Doch das ist erst der Anfang. Tom Mustill zeigt, dass sich tatsächlich eine Revolution in der Tierkommunikation anbahnt − und was das für unsere Welt bedeuten könnte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.04.2024
Man lernt nicht nur viel über Tiersprachen aus diesem Buch, so Rezensentin Pia Heinemann, Tom Mustill ist außerdem ein guter Geschichtenerzähler. Zum Beispiel geht es in diesen Anekdoten, lernen wir, um Wale, die möglicherweise bewusst menschliches Leben schonen, oder auch darüber, wie es sich anfühlt, neben einem Wal zu schwimmen. Der Biologe stellt in diesem Buch laut Heinemann das Feld der Bioakustik vor, also die Erforschung tierischer Kommunikation, die unter anderem mit KI-Unterstützung vorangetrieben wird. Eigenwillige Forscher haben Auftritte, stellt die Rezensentin dar, man erfährt sowohl etwas über den Penis eines Wals als auch über den Unterschied zwischen menschlichen und tierischen Sprachen. Ziel der Forschung ist, weiß die von dem Buch angetane Heinemann nach der Lektüre zu berichten, nichts weniger als ein Google Translate für die Sprache der Pottwale.
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