Aus dem Englischen von Kurt Beginnen und Sigrid Kuntz. Richard Fortey verliebte sich in die Trilobiten, kleine krebsartige Tiere, als er sein erstes Fossil, und damit rund 500 Millionen Jahre Geschichte, in den Händen hält. Damals war er 14 Jahre alt, inzwischen ist er 56 und eine weltweit anerkannte Kapazität auf dem Gebiet der Paläontologie. In seinem neuen Buch "Trilobiten!" lässt uns Fortey an der Geschichte der Erde aus den Augen eben jener seltsamen Tiere teilnehmen. Wir erleben die Bewegung der Kontinente, betrachten Eiszeiten und Vulkanausbrüche, sehen, wie sich Gebirgsketten auftürmen und wieder verschwinden...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.02.2003
H. G. Pflaum lässt sich von der "Leidenschaft" und dem Enthusiasmus des britischen Forschers anstecken, wenn dieser über die vor 550 Millionen Jahren entstandenen Trilobiten, kleine krebsartige Tierchen, erzählt. Fortey macht die Leser nicht nur mit der "Terminologie" der Trilobiten bekannt, er berichtet auch vom Sammeln und Präparieren der versteinerten Funde, referiert die Forschungsgeschichte und untersucht die Anatomie der Gliederfüßer, fasst der Rezensent den Inhalt zusammen. Pflaum hebt hervor, dass es der Autor mit seiner Begeisterung schafft, für Tiere zu interessieren, von denen man bis dahin wahrscheinlich noch kaum etwas gehört hat und die nur noch als Abdrücke oder Schalenreste existieren. Auch weiß er zu würdigen, dass Fortey sich bemüht, seine Forschungsergebnisse unterhaltsam aufzubereiten. Manchmal allerdings "übertreibt" er dabei, moniert der Rezensent. Insgesamt aber lobt er die Einführung in ein "aufschlussreiches Kapitel der Evolutionsgeschichte", wobei er besonders betont, dass das Buch das Verständnis von der Welt "öffnet und erweitert".
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