Aus dem Amerikanischen von Dieter Zimmer. Am Beginn des 17. Jahrhunderts gelingt eine unscheinbare Erfindung, die eine wissenschaftliche Revolution auslöst: das Fernrohr, das mit Hilfe eines kleines Bleirohrs und zweier geschliffener Gläser gebaut wird. Mit dem "Auge Gottes" verändert sich der Sternenhimmel, über den man bisher viel spekuliert hat und den man nun exakt beobachtet. Über Nacht wird ein Weltbild ungültig, ein Weltgebäude stürzt ein. Denn in der Nacht entdecken die Astronomen neue Sterne, Planeten und ein Weltall dessen Zentrum leer, dunkel, kalt und unendlich weit zu sein scheint. Vom Hand- bis zum Hubble-Teleskop 1996 ist es nur ein kosmischer Wimpernschlag, aber in diesem Augenblick befreit sich die Menschheit von Mythen und Märchen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.06.2001
Der Rezensent mit dem Kürzel upj. begrüßt, dass das bereits 1996 auf Englisch erschienene Buch über die Erfindung des Fernrohrs nun auch auf Deutsch vorliegt. Das Buch, das 1609 mit Galileo einsetzt und 1996 beim Hubble-Weltraumteleskops endet, sei in "äußerst narrativem Ton" gehalten, lobt der Rezensent. Er sieht überzeugend dargelegt, wie die Entwicklung des Fernrohrs die menschliche Vorstellung vom Weltraum und seiner Beziehung zu ihm geprägt hat. Er legt das Buch vor allem denjenigen Eltern "ans Herz", die mit ihren Kindern durchs Fernrohr das Universum ins Visier nehmen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.06.2001
Fasziniert ist der Rezensent mit dem Kürzel alex von diesem Buch, das sich der Geschichte des Teleskops und der unterschiedlichen Welt- und Weltraummodelle widmet, die es in den verschiedenen Erkenntnisstadien gab. Das Ergebnis nennt er "eine Tiefenbohrung durch die Wissenschaftsgeschichte". Dabei bleibt der Autor Richard Panek allgemeinverständlich und schafft es, selbst Lesern, die von Astronomie keine Ahnung haben, einen spannenden Einblick zu verschaffen, findet der Rezensent. Darüber hinaus streife Panek noch auf interessante Weise die Wissenschaftstheorien und Weltbilder, die Forschern wie Galilei und Einstein zu ihrer Zeit Probleme bereiteten.
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