Richard Stark

Fragen Sie den Papagei

Roman
Cover: Fragen Sie den Papagei
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2008
ISBN 9783552054462
Gebunden, 254 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Dirk van Gunsteren. Kennen Sie Parker? Er ist das durch und durch Böse. Parker ist nach einem Banküberfall auf der Flucht, verfolgt von einer Meute Polizisten mit Spürhunden. Reiner Zufall, dass er auf Tom Lindahl stößt, einen Außenseiter mit Papagei, der ihm eine Fluchtmöglichkeit und ein Dach über dem Kopf bietet. In dem tristen kleinen Ort in Massachusetts schmieden die beiden einen nicht ungefährlichen Plan, und jeder, der diesem in die Quere kommt, scheitert an Parkers Skrupellosigkeit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.01.2009

Recht eingenommen zeigt sich Christoph Luzi für Richard Starks Roman "Fragen Sie den Papagei". Er würdigt den Autor - Stark ist eines der vielen Pseudonyme des kürzlich verstorbenen Donald E. Westlake - als einen der "erfolgreichsten Kriminalschriftsteller" überhaupt. Im Mittelpunkt von "Fragen Sie den Papagei" steht zu seiner Freude wieder der Kriminelle Parker, der nach einem gescheiterten Banküberfall auf der Flucht ist. Das Besondere des Buchs ist für ihn, dass Stark den Leser von Anfang an zum "intimen Beobachter im Gangsterleben" von Parker macht. Immer stärker nehme der Leser dabei die Perspektive Parkers ein. Dieser ist in Luzis Augen eine ganz außergewöhnliche Figur. Er beschreibt Parker als einen "durch und durch amoralischen", aber zugleich "sehr sympathischen" Menschen, der sich mehr als jede andere Figur in der Kriminalliteratur durch "Menschenverständnis" und "Feingefühl für die Reaktionen seines Gegenübers" auszeichnet.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 11.10.2008

?Erschreckend spät; aber besser als gar nicht!? begrüßt Rezensent Katharina Granzin nach zwanzig Jahren Richard-Stark-Entzug das Erscheinen des neuen Parker-Romans auf Deutsch. Denn offenbar ist ihr die speziell diesseits des Atlantiks selten auftretende ?Mischung aus Lakonie, Zynismus, einer überlegenen Handlungsführung und einem extrem trockenen Humor? ziemlich abgegangen. Diesmal hat Starks krimineller Protagonist eine Bank überfallen, und wird von einem Mann gedeckt, der einst wegen Korruption seinen Job bei einer Rennbahn verlor, und nun auf Rache sinnt, erfahren wir. Als Rezensentin eines Krimis gehört Diskretion zum Metier, weshalb Granzin nur bruchstückhaft über den Fortgang der Dinge informiert. Am Ende, soviel verrät sie allerdings, gibt es ein Happy-End. Jedoch nicht für alle.

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