Aus dem Englischen übersetzt von Rainer Moritz. Rick Gekoski, Buchhändler und Sammler aus Leidenschaft: Täglich begegnet er berühmten Autoren und großen Werken der Weltliteratur: Mit Graham Greene verbringt er zum Beispiel einen feuchtfröhlichen Abend im Londoner Ritz und ersteht am Ende dessen Erstausgabe von Lolita. An der Seite von Salman Rushdie muss er feststellen, dass er leider nicht zum Helden geboren wurde. Und der menschenscheue J. D. Salinger nötigt den notorischen Plauderer Gekoski auf seine ganz eigene Weise zur Diskretion. Das Leben als Büchernarr und Raritätensammler bietet reichlich Stoff für Anekdoten, aber auch Anlass, sich über literarische Vorlieben Gedanken zu machen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2006
Ein Buch mit Seltenheitswert hat Reinhard Helling da entdeckt. Die Anekdoten des Bibliophilen Rick Gekoski gehen ihm runter "wie Drinks". Dass der Autor mit Literaturwissenschaft wenig, dafür um so mehr mit den Geschichten hinter den Büchern am Hut hat und diese Vorliebe mit Witz und erzählerischem Temperament ("gelegentlich allzu theatralisch") zu vermitteln weiß, schätzt Helling sehr. Die Publikationsgeschichten über ausgewählte Werke und Autoren der Moderne aus der Feder eines Raritätenhändlers haben Helling aber nicht bloß Spaß gemacht. Schmerzlich erscheint dem Rezensenten die Erkenntnis, dass Bibliophilie und Buchmarkt heute selten zusammen gehen.
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