Mit 69 schw/w-Abildungen und 5 Karten. Was hätte Fontane erlebt, wenn er seine legendären "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" heutzutage unternommen hätte? Robert Rauh wollte es wissen und hat sich auf den Spuren des Dichters ins Ruppiner Land begeben. Statt mit Kutsche und Bleistift reist er mit Navi und Laptop - im Gepäck nicht nur Fontanes Klassiker, sondern auch dessen gerade erst zugänglich gewordene Notizbücher.
Auf seinen Streifzügen durch Städte, Dörfer und Landschaften kommt Rauh mit vielen interessanten Menschen ins Gespräch, fördert bislang unbekannte Details zutage und zeichnet das Panorama einer Region, in der sich überall Geschichte und Gegenwart begegnen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 17.07.2019
Dieses Jahr ist Fontane-Jubiläum und zahlreiche Autoren haben sich auf den Spuren Fontanes zu einer Wanderung durch die Mark Brandenburg aufgemacht. Rezensent Harry Nutt, der dezent darauf hinweist, dass Fontane einige Orte wohl nur am Schreibtisch besucht hat, stellt zwei Neuerscheinungen vor: "Heute ist irgendwie ein komischer Tag" des Journalisten Cornelius Pollmer und "Fontanes Ruppiner Land" des Lehrers Robert Rauh. Während Pollmers Buch schnell weggelesen ist, eignet sich das von Rauh besser zur Nachbereitung eigener Wanderungen, meint Nutt. Rauh kennt sich hervorragend aus. Er schweift manchmal ab, etwa wenn er die "kulturpolitischen Kabale" in Rheinsberg beschreibt, so der Rezensent, dafür ist sein Blick offen auch für die heutige unsentimentale Realität, in der Fontane eben auch ein PR-Mittel für den Tourismus ist.
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