Keine Rezension im eigentlichen Sinne hat Siggi Seuss hier verfasst, sondern vielmehr einen Nachruf auf die Autorin Sheila Och, die im August 1999 verstorben ist. Dabei zitiert er allerdings auch aus Ochs letztem Buch, "Balaban Neumann, der Hund": Als der Sohn Neumann die Grausamkeit des Lebens beklagt, weil ständig etwas verloren ginge, antwortet die Mutter: "Leben bedeutet doch, immer etwas Neues zu finden." Und auch die Devise Sheila Ochs scheint dem Rezensenten wichtig: "dass man sich nicht so fürchterlich ernst und so fürchterlich unernst nimmt."
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Fritz Wolf hebt in seiner Rezension die seiner Meinung nach sehr gelungene Mischung von Witz, Wärme und Ernsthaftigkeit (denn schliesslich spielt auch der Tode des Grossvaters eine Rolle) hervor. Dabei gelinge es Och sehr gut, die Geschichte mit dem Blick eines Kindes zu erzählen, allerdings ganz "ohne kindischen Ton", wie Wolf betont. Besonders gefällt ihm, wie der Hund Balaban vormacht, dass man auch ohne Gewalt Probleme lösen kann, und wie die Menschen im Umgang mit ihm zu erkennen geben, "wer Charakter hat".
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