Streifzüge durch eine versunkene Medienlandschaft - die Zeitschriften in der DDR zwischen Propaganda und Unterhaltung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
Liane von Billerbeck, früher Redakteurin der DDR-Zeitschrift "NBI", lobt den schwergewichtigen Sammelband (700 Seiten, ein Kilo Papier) über Zeitschriften in der DDR. Aus einer Tagung im Oktober 1998 zu selbigem Thema ist das Buch entstanden und bietet auch denen, die dabei waren, noch Überraschungen, schreibt sie; so z.B die Information, wieviele offizielle Zeitschriften und inoffizielle Blättchen es tatsächlich gab. Oft genug waren sie nur schwer zu ergattern, und das mehr oder weniger häufige Nichterscheinen wegen angeblichen Papiermangels deutete immer darauf hin, daß sich Redakteure und Autoren "zu weit aus dem Fenster gelehnt" hatten, ob Architekten, Literaten oder Comiczeichner. Keine Unterwegs-Lektüre sondern ein facettenreiches Nachschlagewerk, so die kenntnisreiche Rezensentin.
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