Ein tödlicher Verkehrsunfall in Rom ruft Commissario Bariello auf den Plan, und ein geheimnisvoller Brief im Bistumsarchiv von Neapel lässt Weihbischof Montebello eine archäologische Sensation und einen kirchlichen Skandal erahnen. Die Spuren, die sie verfolgen, führen sie auf die dunkelsten Seiten Italiens. Sie müssen erkennen, dass sie die Interessen ebenso mächtiger wie skrupelloser Kreise gewaltig stören.
Als sich ihre Wege kreuzen und sie zusammenarbeiten, stoßen sie auf eine Verschwörung aus Camorra, Kirche und Kapital. Die meisten Opfer finden sich in den Armenvierteln Neapels, wo in unmittelbarer Nähe zu Kunst, Schönheit und tiefer Frömmigkeit brutale Verbrechen geschehen. Doch dann erkennen Bariello und Montebello, dass die wahre Apokalypse erst noch bevorsteht. So beginnt, noch ehe die Neapolitaner das Blutwunder ihres Stadtheiligen San Gennaro erflehen können, das Blut ganz anderer zu fließen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.05.2019
Der Gedanke an Dan Brown ist wahrscheinlich unvermeidlich, wenn ein Krimi parallel von einer jahrhundertealten Verschwörung und einem hochaktuellen Kriminalfall im globalen Maßstab erzählt, wie es der Althistoriker und Beck-Lektor Stefan von der Lahr in "Hochamt in Neapel" tut, meint Rose-Maria Gropp. Aber wie virtuos, rasant und kenntnisreich der Autor hier die Intrige um den Papstthron und die in einem gläsernen Sarg aufbewahrten Knochen Alexanders des Großen mit den Machenschaften der Camorra mit radioaktiv verseuchtem Schrott konstruiert und erzählt, das verschlägt der Rezensentin schier den Atem. So ist "Hochamt in Neapel" für Gropp ein spannender Kriminalroman mit "eleganter Sprache und perfektem Spannungsaufbau", voller brisanter Themen und großartiger kunst- und kulturgeschichtlicher Exkurse.
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