In diesem Sommer stimmt nichts für Louise. Die Eltern sind ihr noch fremder als sowieso schon und die Klassenkameraden auch, vor allem seit der Sache mit Paul. Und ihr eigentlich so guter Plan, den Job beim Ampelbäcker und das Zeitungsaustragen so einzurichten, dass sie die Fahrstunden schnell abhaken kann, scheitert in der Praxis kläglich. Vielleicht hätte sie zumindest ihrer Oma nicht noch versprechen sollen, auf ihren kurzatmigen Hund Bonnie aufzupassen. Und dann ist da Jana, die mitten im Hochsommer auf einem Stromkasten sitzt und einen dieser kleinen, eingeschweißten Schokokuchen isst. Und die Louise auf einmal wie ein Schatten folgt, fast so, als erwarte sie von Louise, dass sie ihr zeigt, wie man lebt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2012
Tamara Bachs neues Jugendbuch "Was vom Sommer übrig ist" möchte Rezensent Philipp Sandmann nicht nur jungen Lesern empfehlen. Denn während der Lektüre glaubt der Kritiker, noch einmal alle Geheimnisse, Fantasiewelten und Empfindungen einer längst vergangenen Kindheit zu erleben. Voller "Wärme" und Intensität schildere Bach aus zwei Perspektiven die Sommerabenteuer und vorsichtige Annäherung zwischen der siebzehnjährigen Louise, die den Sommer mit Ferienjobs und Führerscheinprüfungen verbringen möchte und der dreizehnjährigen Jana, die von ihren Eltern aus Sorge um den im Koma liegenden Bruder selbst an ihrem Geburtstag vergessen wird. Bach gelinge es derart sensibel und glaubwürdig zu erzählen, dass man sich den Heldinnen lange verbunden fühlt, lobt der eingenommene Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 30.04.2012
Der mehrfach preisgekrönten Jugendbuchautorin Tamara Bach gelinge es vorzüglich, mit ihrer Sprache das Gefühl von sommerlicher Hitze zu vermitteln, findet Cornelia Geißler. Die schöne Geschichte um die entstehende Freundschaft zwischen zwei Mädchen - Louise, 17, im Ferienjob- und Führerscheinstress, und Jana, 13, im Stillstand der Sommerferienstagnation - sei nicht nur ein Vergnügen für Leserinnen im Alter der Protagonistinnen, so die Rezensentin, sondern "berührt auch Erwachsene".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…