Meg Rosoff

Damals, das Meer

(Ab 14 Jahre)
Cover: Damals, das Meer
Carlsen Verlag, Hamburg 2009
ISBN 9783551581969
Gebunden, 236 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Brigitte Jakobelt. Ich bin hundert Jahre alt, ein unmögliches Alter, und meine Gedanken sind nicht in der Gegenwart verankert. So driften sie dahin und landen fast immer am gleichen Ufer. Heute, wie an den meisten anderen Tagen, ist es das Jahr 1962. Das Jahr, in dem ich die Liebe entdeckte. Ich bin wieder sechzehn. Wie ich Finn traf? Und die kleine, windschiefe Hütte direkt an Meer fand, angefüllt vom ewigen Rauschen der Wellen, mit dem prasselnden Kaminfeuer und der wärmenden Suppe? Das war, als ich auf mein drittes Internat kam, St. Oswald, mit seiner Kälte, seinem Drill und seinem erbärmlich schlechten Essen. Und ich suchte nur eine Zuflucht ...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.05.2009

Großartig und bewegend findet Rezensent Wilhelm Trapp dieses Buch über eine zerbrechliche Jungenfreundschaft im rauen englischen Internatsklima der 60er Jahre. Denn es hat ihm eindringlich davon erzählen können, dass schmerzliche Zeiten im Leben manchmal auch die schönsten und wahrhaftigsten sind. Auch beeindruckt ihn die gewaltige Meereskulisse, vor der die amerikanische Schriftstellerin die Freundschaft der Jungen zögernd und tastend sich entwickeln lässt. Auch die Widerstände, die gegen diese Jungenliebe stehen, sind offensichtlich drastisch geschildert. Mit Diskretion behandelt der Rezensent das überraschende Ende, in dem Meg Rosoff den "kunstvollen Knoten" aus Geheimnissen und Irrungen, der diese Freundschaft eine Zeitlang zusammen hielt, löst.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.04.2009

Rezensentin Andrea Lüthi scheint recht angetan von dieser etwas entrückten, rätselhaften und doch realitätsnah geschilderten Geschichte von Meg Rosoff, die kein allzu offensichtliches pädagogisches Anliegen zu haben scheint. Der Ansicht der Rezensentin nach kreist der Roman vor allem um das Thema "Befreiung", denn die Hauptfigur sehne sich nach der "Loslösung von Zeit, Raum und Identität". Doch in erster Linie ist das Buch in Lüthis Augen "eine Liebeserklärung ans Meer, an seine Düfte".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.03.2009

Isabelle Erler hat sich von Meg Rosoffs Jugendroman "Damals, das Meer" ganz einnehmen lassen. Fesselnd gelinge der Autorin der Rückblick, den ein Hundertjähriger hier auf seine Jugend wirft, die er in einem englischen Internat verbracht hat. Damals habe er den gleichaltrigen, ganz auf sich allein gestellt in einer Fischerhütte lebenden Finn kennengelernt, berichtet die Rezensentin. Die Rezensentin lobt das Feingefühl, mit dem Rosoff schildert, wie ihr Erzähler damals einen Sommer mit dem rätselhaften Finn verlebt hat, in dem dieser zu seiner großen Liebe wurde. Dass Meg Rosoff "eine großartige Erzählerin" ist, steht für Isabelle Erler nach der Lektüre felsenfest.

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