Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Anmutig, behütet und golden, so scheint die abgeschirmte Welt des traditionsreichen Mädcheninternats St. Kilda. Doch vor einem Jahr ist dort im Park ein Junge erschlagen worden. Nun hängt sein Bild am Schwarzen Brett - mit der Überschrift: ICH WEISS, WER IHN GETÖTET HAT. Nur eines von acht Mädchen kann die Karte aufgehängt haben. In zwei Cliquen stehen sie sich gegenüber - unverbrüchliche Freundinnen, erbarmungslose Feindinnen. Der junge Detective Stephen Moran kennt eines der Mädchen, Holly Mackey, aus einem früheren Fall und meint zu wissen, was auf dem Spiel steht. Bis er hinter den Mauern von St. Kilda selbst in das verfängliche Netz aus Träumen und Lügen gerät.
Mit ihrem neuen Krimi "Geheimer Ort" wird Tana French ohne Zweifel den hohen Erwartungen gerecht, die sich seit ihrem gefeierten Debüt "Grabesgrün" an sie richten, findet Tobias Gohlis - vielleicht rechtfertigt auch erst dieses neue Buch die Erwartungen rückwirkend, so der Rezensent. Denn die Geschichte über einen Mord am Nobelinternat St. Kilda, in der ein ehrgeiziger Ermittler an einem Tag gleich acht pubertierende Schülerinnen verhören muss, um den Fall zu lösen, könnte spannender kaum sein, verspricht Gohlis, und mittlerweile verzichtet die Autorin sogar auf "Weitschweifigkeit und Metaphernplüsch", freut sich der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.12.2014
Sylvia Staude hält die Autorin für eine einzigartige Stimme im Krimi. Dass sich Tana French um Genregrenzen gerade nicht kümmert, fröhlich Milieus wechselt und Figuren und Erzählstränge, scheint Staude Ausweis einer besonderen Kunst zu sein. Wenn in diesem Buch ein Mordfall vor Internatskulisse, Mädchenbünde, eine kantige Polizistin und ein Good Cop ihren Auftritt haben und der Leser zum Zeugen atemberaubender Dialoge und einer verwinkelten Dramaturgie wird, wird Staudes Krimiseele vollauf beglückt.
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