"Die Liebe wollte ihr nicht glücken. Sie war nicht einem treu, sondern zweien, sie rannte zweien weg, um es mit einem dritten zu versuchen. Sie schwankte zwischen dem Eingeständnis, nun einmal so zu sein, wie sie war, und der Sehnsucht, doch einmal anders sein zu können." Äußerlich ist Evas Leben beinahe idyllisch: Ein Haus mit Garten am Rand von Berlin, drei Kinder, ein Mann, der einen künstlerischen Beruf hat. Sie ist auch nicht unglücklich. Aber die Offenheit, mit der sie anderen Menschen begegnet, macht sie immer wieder zum Spielball des Lebens. Und so steht sie eines Tages in ihrem vierzigsten Jahr vor einem Bild des Malers Edvard Munch in der Stadt Bergen und fühlt sich wie vom Blitz getroffen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.07.2006
Maike Albath ist gehörig genervt von dieser Geschichte einer Frau, die in eine Lebenskrise gerät. Von einem "entlarvenden Psychogramm" ist in Tanja Langers Romans leider nichts zu finden, klagt die Rezensentin. Keine Sympathie hat sie für diese "pseudokecke Erzählerin, die ein geschwätziges Verhältnis zum Schicksal ihrer Schützlinge pflegt". Auch stilistisch ist der Roman Albaths Meinung nach alles andere als gelungen. "Klischeehafte Phrasen" und eifrige Verwendung von Psycho-Vokabular verleiden ihr die Lektüre. Am Ende ihrer Besprechung vergleicht sie Langer mit Autorinnen wie A.L. Kennedy oder Zeruya Shalev, die über ähnliche Themen schreiben - und sieht sie im Vergleich gnadenlos scheitern.
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