Die bewegenden Lebenserinnerungen eines der wichtigsten deutschen Publizisten Theo Sommer hat mehr als neunzig Jahre und vier deutsche Staaten erlebt: das "Dritte Reich", die Bonner Republik, die DDR und das wiedervereinigte Deutschland. Als langjähriger Chefredakteur und Herausgeber der Zeit war er einer der führenden politischen Publizisten in Deutschland. Dies ist sein Vermächtnis.Theo Sommer beginnt seine Erinnerungen mit der Schulzeit in der NS-Ordensburg Sonthofen, dem großen Zusammenbruch und seinem demokratischen Erweckungserlebnis als einer der ersten Studenten in Schweden und den USA nach dem Krieg. Er beschreibt seinen Weg an die Spitze des deutschen Journalismus und porträtiert mittlerweile legendäre Kolleginnen und Kollegen wie Marion Gräfin Dönhoff, Rudolf Augstein, Henri Nannen und Helmut Schmidt. Kaum jemand, den der begabte Netzwerker auf der internationalen politischen Bühne nicht kannte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.11.2022
Rezensent Willi Winkler folgt dem langjährigen Zeit-Chef Theo Sommer gern in jene Ära zurück, als der Journalismus noch "Pläsier" war. Die Hamburger Herren trugen englische Blazer, verbrachte ihre Sommer in von der CIA finanzierten Transatlantik-Seminaren oder gaben von Sylt aus der Politik die wünschenswerte Marschrichtung vor. Die Hamburger Kumpanei war legendär, und Sommer scheint selbst recht offen darüber zu schreiben. Viel erfährt der Rezensent auch über Sommers Herkunft aus einer Soldatenfamilie und seine Kindheit in Nazi-Schulen, wie in einem richtigen Bildungsroman. Tempi passati, denkt sich Winkler, der eher pflichtschuldig findet, was Sommer zum Journalismus an sich zu sagen hat: Meinungen sind frei, aber nicht die Fakten.
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