Immer wieder hat sich Helmut Schmidt mit dem Verhältnis von Religion und Politik beschäftigt. Seine wichtigsten Beiträge zu dieser hochaktuellen Frage hat er für das vorliegende Buch zusammengestellt und durch ein abschließendes Kapitel ergänzt. In jeder Zeile wird deutlich: Schmidt sorgt sich um die Gefährdung des Weltfriedens durch den um sich greifenden Missbrauch der Religion für politische Zwecke. Eindringlich appelliert er an die Führer der Weltreligionen, ihrer Verantwortung für den Frieden gerecht zu werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.05.2011
Einen "Rat der Alten" wünscht sich Theo Waigel. Der Autor des Buches, Altkanzler Helmut Schmidt, inmitten von Philosophen und Theologen. Und dann sollte man auf die Herren hören, findet er. Was Schmidt für sein gefühltes tausendstes Buch zusammengetragen hat, erfreut Waigel. Die Rückblicke, Diskussionsbeiträge und zeitnahen Betrachtungen Schmidts erzählen ihm von der kritischen Distanz bei gleichzeitiger Zugehörigkeit eines Menschen zum Christentum. Schmidts Vorstellung von einem Glauben, dem der Verstand, und einem Verstand, dem der Glauben zu Hilfe kommt, leuchtet ihm ein. Schließlich erscheint ihm das Eingeständnis der eigenen Unvollkommenheit bei diesem Autor ganz besonders bemerkenswert.
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