Mit seiner Geschichte der Schweiz bringt der Schweizer Historiker Thomas Maissen eine neue Übersichtsdarstellung. Maissen schildert die Entstehung der schweizerischen Eidgenossenschaft in ihrem feudalen mittelalterlichen Umfeld, die erstaunliche Selbstbehauptung eines vielfach gespaltenen Staats auf einem zumeist kriegerischen Kontinent, die innere Umgestaltung zum Bundesstaat und die wechselhafte Suche nach dem richtigen Platz in Europa.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.02.2011
Was in der Schweiz so los ist, kann Verena Mayer hier lernen. Eine Art Standardwerk sieht sie in Thomas Maissens "Geschichte der Schweiz" deshalb, weil er die vielfältigen Konflikte der Eidgenossen einmal gegen das Märchen der friedlichen Heidi-Schweiz in Stellung bringt. Da kämpfen nicht nur Katholiken gegen Protestanten, Liberale gegen Konservative, Einheimische gegen Ausländer, staunt Mayer. Bis zur letzten Hexenverbrennung von 1782 führt sie der Autor zurück und erläutert en passant die Kehrseite von Selbstbestimmung und Volksjustiz. Alles pointiert verfasst, lobt Mayer. Bloß die Quellen kommen ihr etwas zu kurz, Literaturhinweise und Register vermisst sie kläglich: keine Schweizer Präzision!
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.09.2010
Urs Hafner hat zwei neue Geschichten der Schweiz gelesen, die ihm grundsätzlich beide als "Synthesen jüngerer Einzelstudien" und, was die Forschung betrifft, auf neustem Stand erscheinen. Er schlägt beide Bücher der "politischen Geschichtsschreibung" mit dem Fokus auf politische Verfassungen und Institutionen zu und vermisst bei beiden kulturgeschichtliche und geschlechterspezifische Aspekte sowie eine Auseinandersetzung mit früheren Geschichtsdarstellungen. Thomas Maissens Schweizer Geschichte findet er aber auf drei Teilgebieten besonders gelungen: er lobt seine Darstellung und Korrektur der Entstehung der Eidgenossenschaft, seine Behandlung der Helvetischen Republik und seine Untersuchung der Rolle der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs. Und so begrüßt er Maissens Darstellung schließlich als "neues Standardwerk", das durch Originalität und Präzision überzeugt, wie Hafner lobt.
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