Aus dem Chinesischen von Thomas O. Höllmann. Das roughbook 051 versammelt eine Anthologie aus insgesamt 60 Texten, die von der analytischen Klarheit und sprachlichen Wucht der chinesischen Poesie zeugen und von der 'respektvollen Rücksichtslosigkeit' der Übersetzung. Im Anhang des Bandes, der eine Zeitspanne vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 12. Jahrhundert abdeckt, erleichtern Kurzbiografien der Autoren und Verweise auf den historischen Kontext den Zugang zu den Gedichten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.10.2020
Birthe Mühlhoff preist den von Thomas O. Höllmann herausgegebenen und übersetzten Band mit chinesischen Gedichten. Dass die Texte teils zweitausend Jahre alt sind, merkt Mühlhoff ihnen nicht an, sei es, weil Höllmann so schön übersetzt, sei es, weil die Autoren schon damals mit scharfem Blick Korruption, Ausschweifungen der Reichen und die Mühsal der Armen zu beschreiben wussten. Dass daraus aber "keine Politprosa", kein Pamphlet wird, sondern alles persönliches Erleben bleibt, gefällt der Rezensentin gut. Der Anhang mit Autorenbiografien lenkt den Blick der Rezensentin auf das weit verbreitete Analphabetentum im alten China. Umso verdienstvoller, dass der Herausgeber sogar drei Dichterinnen in den Band aufgenommen hat, meint sie.
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