Nur eines verschafft Karl Heidemann Erlösung von der unendlichen Qual des Lärms dieser Welt: die Stille des Todes. Blutig ist die Spur, die er in seinem Heimatdorf hinterlässt. Durch sein unfassbar sensibles Gehör hat er gelernt, sich lautlos wie ein Raubtier seinen Opfern zu nähern, nach Belieben das Geschenk des Todes zu bringen. Und doch findet er nie, wonach er sich sehnt: Liebe. Bis er auf einen Schatz stößt. Ein Schatz aus Fleisch und Blut. Ein Schatz, der alles ändert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.01.2015
Sylvia Staude schaudert's schön bei Thomas Raabs Buch über den Massenmörder Karl Heidemann. Anders als in Raabs bisherigen Bücher steht hier eine legendenhafte Figur im Mittelpunkt, erklärt Staude, "unkrimihaft" sprachwuchtig eingeführt, ohne psychologische Feinzeichnung, dafür mit Formulierungskunst sondergleichen, meint Staude. Dass mit diesem Heidemann was nicht stimmt, merkt sie allerdings auch via Außensicht und ohne Gefühlsausstellung recht schnell. Sein moralischer Kompass geht anders, lernt Staude. In der vivisektorischen Darstellung liegt für sie der Reiz des Romans, nicht in der Spannung.
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