Herausgegeben und übersetzt von Georg Peter Landmann. Stehen in Herodots »Historien« die Perserkriege (4921-479 v. Chr.) im Mittelpunkt, so widmet sich Thukydides der Auseinandersetzung zwischen Athen und Sparta um die Vorherrschaft auf dem griechischen Festland. Seine Darstellung ist - wie die des dritten großen griechischen Historikers: Xenophon - die eines Beteiligten: Im Jahr 425/424 befehligte er als Stratege (Heerführer) die Truppen der Athener. Nach einem Misserfolg wurde er verbannt. Im Exil schrieb er seine Darstellung des Krieges, die mit der Niederlage seiner Heimatstadt endet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.04.2003
Rezensent Burkhard Müller zeigt sich erfreut von der Neuausgabe von Thukydides' "Peloponnesischem Krieg", die nun in der "bewährt soliden und schönen Ausstattung" der Reihe "Bibliothek der Alten Welt" vorliegt. Wie Burkard ausführt, hat Thukydides die Komplexität dieses fast dreißig Jahre, von 431 bis 404 vor Christus währenden Krieges eingehend darstellt. Das Werk markiert für Müller im Vergleich zum Werk seines Vorgängers Herodot einen großen Fortschritt in Richtung auf die wissenschaftliche Wahrheit. Gerade weil er sich des Urteils enthalte, flöße Thukydides einen unwiderstehlichen Drang ein, ihn zu deuten, hält Müller fest. Für uns Heutige zeigt Thukydides nach Einschätzung Müllers, dass man sich über den Gewaltcharakter des Staates, jedes Staates, keine Illusionen machen sollte, der spätestens im Krieg rein hervortritt. Die Sprache der Neuausgabe, die Georg Peter Landmann herausgegeben, übersetzt und mit einem "gedankenreichen Nachwort" versehen hat, ist nach Müllers Ansicht von einer "angemessenen Konservativität", allenfalls ein paar besonders altertümliche Wendungen hätte man seines Erachtens dem heutigen Standarddeutsch anpassen können. Etwas bedauerlich findet er, dass der Kommentar ein wenig knapp geraten ist und eine angesichts der komplexen räumlichen Verhältnisse nötige Landkarte fehlt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…