Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt. In seiner ehemaligen Speisekammer sammelte Tomas Tranströmer die Dokumente aus den Randgebieten seiner schriftstellerischen Arbeit: Tagebücher, Briefe, Zeitungsartikel und Fotos. Daraus hat er kurz vor seinem Tod sein letztes Buch zusammengestellt. Es folgt den Epochen seines Lebens und Schaffens. Da ist die Kindheit mit der alleinerziehenden Mutter, der erste Gedichtband, die Arbeit als Psychologe an einer Jugendstrafanstalt; dann die Ehe und die beiden Töchter, Sommermonate im Schärengürtel und die Insektensammlung; und schließlich das Klavierspielen mit einer Hand und der Literaturnobelpreis. Dieses reichbebilderte Vermächtnis ist ein Geschenk an alle Leser und Liebhaber der Poesie.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.08.2019
Beatrice von Matt bekommt mit Tomas Tranströmers Buch die Dokumentation eines Schriftstellerlebens. Raffiniert erscheint ihr die Komposition des von Magnus Halldin und Wolfgang Butt herausgegebenen Bandes aus Briefen, Erinnerungen, Interviews, Entwürfen und Fotos. Dem Leser bieten sich laut Rezensentin eindrückliche Bilder für flüchtige Momente. Für Matt sind es nahezu poetische Wunder, etwa, wenn der Autor schwedische Kindheitsorte besingt oder das Nahen des Winters.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.12.2018
Rezensent Nico Bleutge kritisiert die vielen Lob- und Dankesreden am Schluss des Bandes mit Gedichten, Fotos, Berichten und Reden von Tomas Tanströmer. Am liebsten taucht der Rezensent in die Sprachwelt des Autors ein, wo die Verbindung zwischen Tanströmers Arbeit als Psychologe und Schreiben sichtbar wird. Dass die straffe chronologische Ordnung des Bandes nicht zu einer Musealisierung führt, gefällt Bleutge. Das noch vom Autor selbst zusammengestellte, laut Rezensent schön gestaltete Buch versteht er als eine Art Wunderkammer mit den Materialien des Dichters.
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