Die Gründung von Black Sabbath ist auch die wahre Geburtsstunde des Heavy Metal. Und Heavy Metal ist weit mehr als einfach Musik - es ist inzwischen längst zum kompletten Lebensgefühl geworden. In seiner Autobiografie beschreibt Tony Iommi die Karriere rund um Ozzy Osbourne und Black Sabbath , gezeichnet von Drogeneskapaden, Gewalt und gigantischen Erfolgen. Gemeinsam mit Ozzy und der Band beginnt ein rauschendes Leben auf der Überholspur. Ihre Nächte enden meist auf den Partys der ganz großen Hollywoodstars und Tony weiß heute, dass er davon nichts mehr weiß: Ich kann mich nicht mehr an Details erinnern, da wir uns zu viel Koks reingezogen haben. Schnell wird das exzessive Leben zu einer Berg- und Talfahrt. Oft verlieren die Musiker völlig den Bezug zur Realität. Die Karriere gerät in den Hintergrund, während Aggressionen und Paranoia den Alltag der Band bestimmen.
Lieber als sich mit dieser Autobiografie zu beschäftigen, wartet Frank Schäfer geduldig auf das Black-Sabbath-Reunion-Album. Dabei vermögen ihm Frontmann Tony Iommi und sein Ghost TJ Lammers mit der Geschichte von Iommis Arbeitsunfall und seiner deformierten Hand immerhin eine der Urszenen des Heavy Metal ganz ordentlich zu berichten. Für Schäfer jedenfalls ist Iommis heruntergestimmte Gitarre das Erkennungsmerkmal des HM schlechthin. Leider langt das nicht für ein ganzes Buch. Mehr als Iommis dauernde Seitenhiebe auf Bandkollegen nervt Schäfer der blasse Sound, die ungebrochene Serialität des nacherzählten Rockstardaseins. Anders als beim Riff, meint Schäfer enttäuscht, findet Iommi hier keinen eigenen Ton.
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