Tove Jansson

Sommerbuch

(Ab 8 Jahre)
Cover: Sommerbuch
Friedrich Oetinger Verlag, Hamburg 2002
ISBN 9783789139086
Gebunden, 160 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer. Wenn die Luft leicht wird, das Meer funkelt und Sonnennebel sich über die einsame finnische Insel legt - dann ist Sommer. Sophia zeltet, taucht im eiskalten Wasser und lässt sich von ihrer Großmutter in die Geheimnisse der Natur einweihen. Das Mädchen erlebt eine Welt voller Wunder. Von ihrer Großmutter erfährt sie, dass das Holz in den Wäldern eine Seele hat. Sie verrät Sophia das Geheimnis, wie man die karge Schärenlandschaft in ein Blumenmeer verwandelt. Und sie zeigt ihr, wie man langsam alt wird.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.09.2002

Monika Osberghaus bemerkt, dass Großmutter-Kind- oder Großvater-Kind-Paare in der Literatur für Kinder und Jugendliche Konjunktur haben und sieht deren Aufgabe vor allem darin, "altkluge" Gespräche über "vulgärphilosophische" Themen zu führen. Das gibt dann ihrer Meinung nach schrecklich "einschläfernde Anleitungen" mit didaktischer Stoßrichtung. Nicht so dieses bereits 30 Jahre alte Buch der schwedischen Autorin, das jetzt wiederaufgelegt worden ist. Diesem Buch attestiert sie, "immun gegen falsche Sentimentalität" zu machen, auch wenn der Verlag versucht habe, es in Umschlag und Klappentext als "Kinderbuchidyll" erscheinen zu lassen. Osberghaus freut sich an der "Schroffheit" und der "Frische" des Buches, das sie gut ins Deutsche übersetzt findet. Es vermittelt trotz seiner unsentimentalen Haltung etwas "Heilsames und Tröstliches", lobt sie.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.07.2002

"Ein wunderbares Büchlein" nennt der mit "gew" zeichnende Rezensent das Sommerbuch der finnischen Kinderbuchautorin Tove Jansson, die auch die Mummin-Bücher geschrieben hat. Im Mittelpunkt dieses "Episoden-Romans", so der Rezensent, steht die Beziehung zwischen einer Großmutter und ihrer Enkeltochter, wie sie sich von Sommer zu Sommer entwickelt. "Phantasievoll und poetisch" habe die Autorin die Annäherung der Generationen beschrieben, das langsame Erwachsenwerden der Enkelin einerseits und die zunehmende Unselbstständigkeit der Großmutter auf der anderen Seite. Doch auch die natürliche Umgebung spielt eine Rolle, so der Rezensent: Die Einsamkeit der Insel kläre den Blick und mache es einfacher, Dinge auszusprechen.
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