Julian Barnes: Abschied(e)Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…

Rezensent Ingo Arend begrüßt Ulrich Horstmanns Studie über die Bedeutung der "apokalyptischen Fantasie". Die Hauptthese des Literaturwissenschaftlers, die Kunst habe das Unvorstellbare vorstellbar gemacht und dadurch die Vernichtung des Planeten verhindert, scheint ihm durchaus plausibel. Anhand von Produkten dieser Apokalyptik, von den Werken Ernst Jüngers und Erich Maria Remarques über Filme wie "Rambo" und "Apokalypse Now" bis hin zu den "postapokalyptischen" Computerspielen der Gegenwart, führt der Autor für Arend die symbolische Verarbeitung der Apokaplypse vor Augen. Allerdings kritisiert er den gelegentlich raunenden Tonfall des Buchs, der auf Kosten kritischer Reflexion geht.