Die Kindheit ist prägend - doch entgegen einer weit verbreiteten Meinung ist sie nicht ausschlaggebend für das Glück oder Unglück eines Erwachsenen. Ursula Nuber zeigt: Es gibt keine schicksalhafte Entwicklung der eigenen Biografie. Stattdessen plädiert sie für einen versöhnenden Blick zurück und zeigt anhand von zahlreichen Beispielen, wie die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit neue Kraft geben kann. Ein hoffnungsvolles Buch, mit dem es gelingt, ungeahnte Fähigkeiten zu entdecken und sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2009
Auch wenn Rezensentin Friederike Reents kein Urteil über dieses Buch fällt, berichtet sie doch sehr interessiert von ihrer Lektüre und erhebt zumindest keine Einwände. Die Psychologin Ursula Nuber geht darin gegen die Vorstellung an, dass uns unsere frühkindlichen Erfahrungen unrettbar determinieren. Zwar würden sie tatsächlich zu gewissen Denk- und Gefühlsmustern führen, aber es stehe jedem Menschen frei, aus ihnen auch auszubrechen. Nuber würde es sogar jedem Menschen raten, denn das Verharren in den alten Muster führe oft zu einem Opferhabitus und in dessen Folge zu klammerndem Verhalten oder Kontrollmanien. Also bitte kein Defätismus! Positiv vermerkt Rezensentin Reents, dass das Buch "mit viel Empirie" gestützt werde.
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