Als Nick auf seinem Smartphone ein vertrautes Icon in Gestalt eines roten E entdeckt, glaubt er zuerst an einen Zufall. Aber dann wird ihm klar: Erebos hat ihn wiedergefunden … Der sechzehnjährige Derek hingegen ist nur kurz misstrauisch, als das rote E auf seinem Handy aufleuchtet. Zu spät begreift er, dass er selbst zu einer Spielfigur geworden ist. Und es um viel mehr geht, als er sich je hätte vorstellen können … Wo würde Erebos in unserer allseits vernetzten Gegenwart wieder auftauchen? Auf dem Smartphone, auf Facebook, auf Twitter? Was würde es über WhatsApp, Youtube oder Instagram anrichten?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2019
Rezensent Tilman Spreckelsen hält die Fortsetzung von Ursula Poznanskis erstem großen Erfolgsroman für absolut gelungen: Das Computerspiel Erebos ist in der Gegenwart angekommen und bedient sich nun sowohl Handys als auch Überwachungskameras, um seine Spieler nach und nach so zu kontrollieren, dass es sie selbst in der realen Welt als Figuren benutzen kann. Hinter allem steht nun kein genialer Schöpfer mehr, sondern eine künstliche Intelligenz, weshalb Erebos jetzt umso unberechenbarer ist, erzählt der faszinierte Kritiker. Spreckelsen zufolge hat Poznanski damit kein Buch geschrieben, das Gaming und Medialisierung grundsätzlich verteufelt, sondern zu einem bewussten, verantwortungsvollen Umgang damit aufruft. In seinen Augen kann es so Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen erreichen und vielleicht sogar zur Verständigung zwischen ihnen beitragen.
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