Wenn deine Mutter sich in ein Biest verwandelt, ist vieles anders. Dies ist die Geschichte von einem kleinen Jungen und seinem Biest. Seinem großen, unendlich liebenswerten Trauerkloß von Biest. Der Kleine muss sich ein bisschen um das Biest kümmern. Damit es nicht zu traurig ist. Und um sich selber muss er sich auch kümmern. Weil das Biest so viel vergisst. Es kann aber auch sehr nett sein mit so einem Biest. Ein Biest verbietet nicht dauernd etwas. Und nachts kommt es zu einem ins Bett. Das ist gemütlich meistens. Wie lange dauert eigentlich so eine Verbiesterung? In nachdenklichen und heiteren Bildern und wenigen Sätzen erleben wir, wie aus dem Biest ganz langsam wieder die Mama des Jungen wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2012
Insbesondere der Einfall, einen Jungen, dessen Eltern sich getrennt haben, praktische Tipps geben zu lassen, wie man mit den Ungeheuern, zu denen die Eltern in ihrem Trennungsschmerz zeitweise mutieren, umgehen kann, hat Silja von Rauchhaupt sehr eingenommen. Das Bilderbuch ist aus einem preisgekrönten Kurzfilm entstanden und erzählt von dem, was Kinder bei Trennung und Scheidung am meisten belastet und ängstigt, so die Rezensentin, die hier bislang ein Desiderat sah. Zudem hebt sie anerkennend hervor, dass die Bilder nicht einfach dem Film entnommen sind, sondern insbesondere durch ihr warmes Licht ihren "ganz eigenen Charme" haben.
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