Mit 20 Abbildungen. Uwe Wiedenstried beschreibt die Entwicklung des Jazz zwischen Kunst und Showbiz, Mafia und Moneten, zwischen New Orleans, Kansas City, Chicago und Harlem, zwischen Plattenfirmen und Marktinteressen, Prohibition und Prostitution, Glamour-Revuen und Great Depression, Jim Crow (Rassendiskriminierung) und Weltruhm. Er erzählt gleichzeitig eine neue Geschichte des Jazz: eine Geschichte genialer Musiker, der Erfindungen, der künstlerischen Konsequenz (und damit manchmal auch des Scheiterns) und eine Geschichte schönster Innovationen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.06.2005
Selten habe jemand so gut in deutscher Sprache über den Jazz geschrieben, urteilt Rezensent Alex Rühle über Uwe Wiedenstrieds "Wilde Jahre des Jazz". Zehn Jazzgrößen habe Wiedenstried in seinem Buch auf solch gelungene Weise porträtiert, dass man beim Lesen die Musik beinahe zu hören glaube. Dem Rezensenten haben sich Sounds und Klangwelten wiedereröffnet, die heute mit "dicker Schellack-Patina überzogen" seien, und er rechnet Wiedenstried hoch an, dass dieser begreiflich zu machen vermöge, weshalb etwa das Kornettspiel des jungen Beiderbecke seinerzeit so verblüffen konnte oder was so neu war an Ellingtons "indogoblauem mood-sound". Darüber hinaus passe der vom Autor gewählte und den Rezensenten an Noirkrimis erinnernde "schnoddernde Ton des melancholischen Tresenhockers" ganz hervorragend zu einer Epoche, die von Prohibition und Cotton Club geprägt war. Kurz und gut: "So macht man's!"
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