Mit Abbildungen. Hätten Sie gewusst, dass Mozart sich fürchterlich über die Einfallslosigkeit seiner Kompositionsschüler aufregen konnte? Dass Händel als Opernproduzent tätig war und mehrfach bankrott ging? Dass Beethoven trotz Taubheit noch dirigierte? Christiane Tewinkels Streifzug durch die Musikgeschichte führt zu klassisch gewordenen Meisterwerken und zu den großen Männern und Frauen, die sie geschrieben haben von den alten Griechen bis in unsere Zeit. Ihr Rundgang lädt aber auch dazu ein, all jene kennen zu lernen, die im Hintergrund mitspielten: die singenden Mönche und findigen Klavierbauer, die Königinnen und Wunderkinder, die schönen Musen und selbst die Musikkritiker.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.09.2007
40 Millionen Jahre Musikgeschichte auf 245 Seiten - denn die Buchautorin Christiane Tewinkel lässt laut Rezensent Oliver Maria Schmitt die Musikgeschichte mit dem Evolutionsschritt der Singvögel beginnen. Im wesentlichen aber, so Schmitt, beschränkt sich Tewinkel in einem seiner Meinung nach wohlbegründeten Eurozentrismus auf die bekannten Etappen der abendländischen Musikgeschichte. Mit Erstaunen notiert Schmitt, mit welcher Leichtigkeit und unterhaltsamen Prosa die Autorin dabei einen großen Themenreichtum beherrscht, denn es geht um durchaus komplexe Themen wie etwa Musik und Verschriftlichung oder die Revolution des "Tristan-Akkords". Im 20. Jahrhundert, so gesteht Schmitt ein, rast die Autorin dann vielleicht doch ein bisschen zu schnell durchs Geschehen: Aber sie scheint die richtigen Fragen zu stellen und interessierte Laien stichhaltig zu informieren und inspirieren. Schmitt hätte nach den 245 Seiten gern weitergelesen.
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