Viceversa literatur

Jahrbuch der Schweizer Literaturen
Cover: Viceversa literatur
Limmat Verlag, Zürich 2011
ISBN 9783857916281
Broschiert, 304 Seiten, 26,50 EUR

Klappentext

Herausgeber Service de Presse Suisse. Die fünfte Ausgabe von "Viceversa Literatur. Jahrbuch der Schweizer Literaturen" ermöglicht erneut Begegnungen mit Gedichten, Erzählungen, Romanen, Essays, Reportagen, Tagebüchern und Autobiografien aus allen vier Landesteilen. Die Romandie ist mit Gaston Cherpillod und Catherine Safonoff vertreten. Aus dem Tessin überrascht uns Giorgio Orelli mit einem Abecedarium, während Claudia Quadri ihre Romane vorstellt. Angelika Overath berichtet von ihrer Arbeit als Schriftstellerin und Reporterin. Beat Mazenauer spricht mit Ernst Burren, und Pedro Lenz erzählt begeistert und begeisternd von seiner Lektüre des Mundartdichters. Die Schweizer Übersetzerinnen und Übersetzer Irma Wehrli, Prisca Agustoni und Vahé Godel widmen ihre Carte blanche Dichtern aus Amerika, Brasilien und Armenien. Charles Lewinsky, Oscar Peer, Anna Ruchat und Philippe Rahmy wecken Interesse für noch unveröffentlichte Texte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.2012

Wegen der gebotenen Auflagenzahlen folgen die Schweizer Autoren dem "ökonomischen Überlebenstrieb" und suchen den Anschluss an die größeren Nachbarn Italien, Frankreich, Österreich, Deutschland - nicht selten auch in deren Verlagen -, während rätoromanische Literatur weder im In- noch im Ausland großen Anschluss findet und ein "Inseldasein" führt, erklärt Pia Reinacher. Genau deswegen findet die Rezensentin "viceversa literatur" so wichtig: es schafft eine Orientierungshilfe zwischen und einen Überblick über die "vier so unterschiedlichen Szenen". Informativ sind vor allem die Porträts, findet Reinacher, zum Beispiel "des widerborstigen Waadtländers Gaston Cherpillod" oder "der frauenbewegten Genferin Catherine Safonoff". Dass mit Angelika Overaths Text "Die Hirtin" ausgerechnet eine gebürtige Karlsruherin für den Auftakt des Buches ausgewählt wurde, findet die Rezensentin allerdings ungeschickt. Für ein "authentisches Zeugnis" aus der Bergwelt hätte sie dort lieber den Züricher Professor für rätoromanische Literatur, Clà Riatsch, gesehen, einen, der trotz Bärenplage in den Bergen Pilze sammelt, berichtet sie.
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