Aus dem Amerikanischen von Karlheinz Dürr, Karsten Petersen und Andreas Thomsen. Wie weit darf Gewinnmaximierung gehen? Mit 28.000 Beratern in 65 Ländern und seiner hohen Reputation ist McKinsey eines der einflussreichsten Unternehmen der Welt. McKinsey hat es sich zur Aufgabe gemacht dem Interesse des Kunden zu dienen. Aber was passiert, wenn die Gewinnmaximierung des Kunden oberstes Gebot ist und Ethik keine Rolle spielt? Die global agierende Beratungsfirma hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Reichen reicher und die Mächtigen mächtiger wurden. McKinsey arbeitet für die Freunde und Geschäftspartner autokratischer Herrscher. McKinsey arbeitet auch für verschiedene Unternehmen aus denselben Branchen, sieht darin jedoch keinen Interessenkonflikt. Die Firma ermutigt Manager, Arbeitsplätze auszulagern, Mitarbeiter zu entlassen, Arzneimittelpreise zu erhöhen, die Auszahlung von Versicherungspolicen zu verschieben und sogar den Verkauf von süchtig machenden Opiaten zu forcieren, während Tausende an Überdosierungen sterben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2022
Rezensent Thomas Deelmann ist der Meinung, dass es gegenüber der weltweit größten Beraterfirma McKinsey und ihren 35.000 Mitarbeitenden vor allem Schwarzweißdenken gibt. Bei Walt Bogdanich und Michael Forsythe sieht der Rezensent zwar eine deutliche Kritik an den Beratungsmethoden, findet ihr Buch aber dennoch sehr lesenswert. Die Rechercheleistung der Autoren findet er beachtlich, auch wenn sie einige ihrer Schuldzuweisungen rhetorisch immer wieder relativieren, manches bleibt in Deelsmanns Augen zu vage. Ihn hätte es gefreut, wäre auch der Kunde, der McKinsey beauftragt, als zumindest Mitverantwortlicher herangezogen worden. Trotz kleinerer Schwächen findet Deelmann das Buch rund um Beraterskandale um den NHS, das deutsche Verteidigungsministerium oder die Bankenkrise 2008 durchaus lesenswert.
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