Der Autor beschreibt Auftritte von Tom Waits und Van Morrison, von Nancy Sinatra und Lou Reed, er gratuliert "Ja der Franz" Beckenbauer zum 60. Geburtstag, er lässt Kinky Friedman hochleben, er forscht der Wüste in Reinhold Messner nach.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.06.2006
Wiglaf Drostes Band scheint Burkhard Müllers Erwartungen enttäuscht zu haben. In diesem Buch schildert der Satiriker seine Antipathie gegen einige bekannte deutsche Figuren wie Franz Beckenbauer, Peter Maffay oder Horst Köhler. Drostes Witz ist durchaus zielsicher, meint der Rezensent, und auch die Formulierungen sind, wie im Titel, auf jeden Fall ein Hingucker. Aber auf den zweiten Blick merkt Müller dann, dass es Droste nicht allzu oft gelingt, "die vorzüglichen Kalauer aufzufangen, die er sich selbst zugeworfen hat". Manche Witze seien einfach misslungen und gehen ins Leere. Darüber hinaus moniert der Rezensent die nachlässige Zusammenstellung der einzelnen Texte. Nach eigener Aussage nimmt Müller Droste auch deshalb so hart ran, weil dieser tatsächlich "Nase und Temperament eines echten Satirikers" hat, aber immer knapp vor dem Ziel abdreht. Schade, seufzt der Rezensent, der sich hier ein wenig mehr Durchhaltevermögen gewünscht hätte.
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