Mit 200 Farb- und s/w-Fotos. Italien, "das Land, wor die Zitronen blühn", ist seit jeher der Traum vieler Menschen aus dem Norden. Der Fotograf Will McBride hat das Dolce Vita fernab der gängigen Klischees in einem ungewöhnlichen Fotoessay beschrieben. Über 40 Jahre - von 1960 bis heute - hat er politische und gesellschaftliche Entwicklungen sowie das temperamentvolle Leben in den Straßen dokumentiert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2003
Will McBrides Italien-Fotografien spiegeln nicht nur Italien wider, glaubt Claudia Lanfranconi, sondern auch die Italien-Sehnsucht der Nordeuropäer, die eine genaue Vorstellung davon hatten, wie Italien auszusehen habe: ein Hort der Sinnlichkeit, der Freizügigkeit, des Dolce Vita. Für die Jugendzweitschrift "Twen" erstellte McBride in den siebziger Jahren Fotostrecken über die lebenshungrige italienische Jugend; wie man nun aus seinen Kommentaren erfährt, so Lanfranconi, waren diese Fotoreportagen insofern inszeniert, als man ein toskanisches Bauernhaus für dieses Hippie-Stück anmietete und entsprechend arrangierte. Der Fotoband "Mein Italien" enthält, berichtet Lanfranconi, Aufnahmen McBrides aus beinahe vier Jahrzehnten, ein halbes Fotografenleben, das sich tatsächlich immer wieder in Italien abspielte. Das Buch enthält sowohl Aufnahmen vom schönen Italien, wie es sich die West- und Nordeuropäer wünschen, als auch vom "unschönen wahren Italien", wie die Rezensentin schreibt. Eines dieser Bilder gefällt ihr besonders: ein Mann steht allein unter einem Regenschirm vor dem Petersdom in Rom, eigensinnig ausharrend, erfasst von der Vergeblichkeit seines Tuns.
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