Die lange vergriffenen Gedichtzyklen - Die Einsamkeit der Männer; Carmen; Das Mädchen und der Messerwerfer; Orpheus in der Sonne - in einem Band.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2003
Christopher Schmidt spart nicht an Spott und Ironie, wenn er sich der Anthologie mit vier Gedichtzyklen aus zwanzig Jahren zuwendet. Er hat darin die "reichlich abgenudelten Hits der Blutromantik, der Vanitas-Litaneien und der verletzten Männlichkeit" gefunden. Für den Rezensenten scheinen die Gedichte insgesamt das Verfallsdatum überschritten zu haben, er nimmt an ihnen einen "strengen Atem" und den Geruch von "ranzigem Testosteron" wahr, wie er nicht ohne eine gewisse Häme mitteilt. Die Schlüsselworte der Gedichte, die er für "beliebig kombinierbar" hält, erinnern ihn dann auch an eine Mischung aus "Hemingway-Reprise und Campari-Reklame". Welch ein genüsslicher Verriss!
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…