Weit über 100 Milliarden Euro werden jährlich mit Hilfe von Derivaten - also Optionen, Futures und anderen Termingeschäften - gewaschen, so eine Schätzung von Experten. Und nicht nur Drogenkartelle, Terroristen und Menschenhändler, auch Regierungen und namhafte Investmentbanken mischen dabei kräftig mit. Jeder Versuch, die Finanzströme transparent zu machen, wird abgeblockt oder ist angesichts der Komplexität der Derivate zum Scheitern verurteilt. Während der Kleinanleger schon wegen "Peanuts" kriminalisiert wird, können die Big Player der Finanzwelt problemlos Gelder verschieben, ohne dass es jemand mitbekommt. Die internationale Finanzelite sowie deren Händler und Mittelsmänner streichen dabei steuerfrei Millionenbeträge ein. Und renommierte Banken profitieren, weil sie ihr Geschäftsvolumen durch die Geldwäsche erhöhen.
Klar, dieses Buch gehört nicht zur Lieblingslektüre der Banker. Das Lavieren der Verantwortlichen im Weltbetrieb der Geldgeschäfte zwischen Gönnerhaftigkeit und Zensur der Publikation sprechen die beiden Rezensenten Reiner Metzger und Marc Badertscher nur allzu gerne an. Zeigt es doch, dass der Autor ins Schwarze getroffen hat. Ein "brisantes Buch" nennt man das dann. Was Hafner über Geldwäsche, ihre Mechanismen und Methoden, über andere Formen der Finanzmanipulation und prominente Akteure wie Clinton und Bush zu sagen hat, schreiben die Rezensenten, sagt er zwar ohne roten Faden, aber doch mittels "mehr oder weniger ausführlichen Beispielen" und verständlich genug, damit dem Leser am Ende schwant, "dass sich diese Art von Geschäften längst in einem globalen Rahmen abspielt", "keineswegs nur Mafiosi oder al-Qaida-Terroristen profitieren" und "warum kaum ein Verantwortlicher verurteilt wird".
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