Mit zahlreichen Farbfotos und Illustrationen. Wurst ist viel mehr als nur ein Nahrungsmittel, sie gehört zur deutschen Kultur und polarisiert in Zeiten von Veganismus und Tierschutz. Das ganze Land ist voll mit Wurstgeschichten, nicht umsonst identifiziert uns die Welt als Wurstnation. Als Kunsthistoriker und Wurst-Ethnologe rückt Wolfger Pöhlmann dem Kunstwerk aus zerkleinertem Fleisch, Speck, Salz und Gewürzen kulturgeschichtlich, ästhetisch und geschmacklich auf die Pelle und reist der Wurst auf der Deutschlandkarte hinterher. In dieser Wurstbibel findet sich alles über katholische und evangelische Bratwürste, Weißwürste mit integriertem Senf, spezielle Männer- und Frauenwürste, die Plüschwürste der Kuscheltierschlachterei, Wurstzigarren, Wursttheater, Berichte von Wurstheiligen und Wundertaten mit der Wurst im Dreißigjährigen Krieg und vieles mehr.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.02.2018
Dass jeder Deutsche eine ganz individuelle "Wurstbiografie" hat, lernt Rezensent Gottfried Knapp in dieser, wie er findet, lesenswerten Kulturgeschichte der Wurst. Als Kurator im Kulturbereich und als Mitarbeiter verschiedener Goethe-Institute steckt ihn Autor Wolfger Pöhlmann nicht nur mit seiner Wurst-Leidenschaft an, sondern nimmt ihn auch mit zu verschiedenen Orten, an denen Würste Kultstatus genießen. Mit großem Interesse folgt der Kritiker darüber hinaus auch Pöhlmanns Begegnungen mit Künstlern wie Joseph Beuys, Sigmar Polke, Thomas Schütte, Erwin Wurm oder Christo - die alle auf ihre Weise Würste in ihrer Kunst verarbeiteten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2018
Rezensent Jakob Strobel Y Serra warnt vor dem Untergang der deutschen Wurstkultur durch die Verwurstungsindustrie. Autor Wolfger Pöhlmann erinnert ihn nicht nur an den Reichtum der deutschen Wurstkultur, sondern lässt auch seiner Leidenschaft freien Lauf, wenn er in seinem Buch zur Rundreise durch Wurstland einlädt, Metzgereien, Wirtshäuser, Imbisse, Messen und Museen und Viehzüchter besucht und den Leser zur Wiege der Weißwurst führt. Ein Quell unerschöpflichen Wissens, von Fakten und Anekdoten über die Wurst an sich oder auch in Kunst und Kultur, meint der Rezensent.
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