Meldungen
Boualem Sansal ist begnadigt
12.11.2025. Bisher gibt es nur kurze Agenturmeldungen. Boualem Sansal ist begnadigt, der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune ist einer Bitte seines deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier nachgekommen.Boualem Sansal ist frei, meldet unter anderem der Deutschlandfunk. Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune ist einer Bitte seines deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier nachgekommen. Bisher gibt es nur knappe Tickermeldungen, genauere Umstände sind noch nicht bekannt.
"Letztlich war es Deutschland, das Boualem Sansal - und Algerien - einen Ausweg bot", muss der Figaro konzedieren. "Dieser Ausgang ist das Ergebnis langwieriger und schwieriger diplomatischer Bemühungen, die Berlin seit Anfang des Jahres in enger Abstimmung mit Paris unternommen hat. Beide Länder haben sich dafür eingesetzt, eine ehrenvolle Lösung für ein Thema zu finden, das politisch zu einem Problem geworden war." Le Monde ergänzt etwas maliziös: "Die Schnelligkeit des Prozesses, der zu dieser Freilassung geführt hat, verhält sich umgekehrt proportional zur Langsamkeit der Verhandlungen zwischen Paris und Algier zur Lösung dieses 'Falls', der seit fast einem Jahr für diplomatische Spannungen zwischen den beiden Hauptstädten sorgt. ... Dieses Ergebnis, das noch vor wenigen Tagen undenkbar war, ist in erster Linie ein Erfolg der 'Realpolitik' (im Original deutsch)." Die Freilassung wird als humanitärer Akt mit Rücksicht auf das Alter und die Krankheit des Autors begründet.
Tebboune wird demnächst in Deutschland zum Staatsbesuch erwartet - der Fall Sansal hätte für erheblichen Lärm sorgen können. Ein weiterer Gefangener, der Sportreporter Christophe Gleizes, der über Fußball in der Kabylei recherchiert hatte und dabei Empfindlichkeiten des Regimes berührte, wird nicht von der "Gnade" profitieren- er ist zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt.
"Letztlich war es Deutschland, das Boualem Sansal - und Algerien - einen Ausweg bot", muss der Figaro konzedieren. "Dieser Ausgang ist das Ergebnis langwieriger und schwieriger diplomatischer Bemühungen, die Berlin seit Anfang des Jahres in enger Abstimmung mit Paris unternommen hat. Beide Länder haben sich dafür eingesetzt, eine ehrenvolle Lösung für ein Thema zu finden, das politisch zu einem Problem geworden war." Le Monde ergänzt etwas maliziös: "Die Schnelligkeit des Prozesses, der zu dieser Freilassung geführt hat, verhält sich umgekehrt proportional zur Langsamkeit der Verhandlungen zwischen Paris und Algier zur Lösung dieses 'Falls', der seit fast einem Jahr für diplomatische Spannungen zwischen den beiden Hauptstädten sorgt. ... Dieses Ergebnis, das noch vor wenigen Tagen undenkbar war, ist in erster Linie ein Erfolg der 'Realpolitik' (im Original deutsch)." Die Freilassung wird als humanitärer Akt mit Rücksicht auf das Alter und die Krankheit des Autors begründet.
Tebboune wird demnächst in Deutschland zum Staatsbesuch erwartet - der Fall Sansal hätte für erheblichen Lärm sorgen können. Ein weiterer Gefangener, der Sportreporter Christophe Gleizes, der über Fußball in der Kabylei recherchiert hatte und dabei Empfindlichkeiten des Regimes berührte, wird nicht von der "Gnade" profitieren- er ist zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt.
Presque un an jour pour jour après son arrestation, l'écrivain franco-algérien a été gracié par le président Tebboune. →https://t.co/23eJDgnLX6 pic.twitter.com/LvAdqHlCLc
- Le Figaro (@Le_Figaro) November 12, 2025
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