Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.2005
"Da ist ein Dichter zu entdecken", ruft Stefan Weider beglückt zu seiner Ode an den libanesichen Prosadichter Abbas Beydoun, "einen der besten, den die Araber haben". Weidner stellt uns Beydoun als einen zunächst marxistisch "träumenden Denker" vor, dem der fünfzehnjährige Bürgerkrieg in seinem Land alle Illusionen ausgetrieben hat und dem es als einem der wenigen gelungen ist, die Moderne, Postmoderne, und das klassische arabische Erbe zu verbinden. Eine Poesie voller Spott und Selbstironie, in der das Pathos nur in der "melancholischen Brechung eines Charlie Chaplin" auftauche, wie Weidner preist. Das vorliegende Bändchen ist in der Zeit entstanden, als Beydoun am Berliner Wissenschaftskolleg gastierte und in dem sich der entseelte Potsdamer Platz ebenso wiederfinden wie das jüdische Museum - auch das ist selten für einen arabischen Autor, betont Weidner, der allein an der etwas ungelenken Übersetzung etwas auszusetzen hat.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…