Laufzeit 150 Minuten. Gesprochen von Christian Brückner. Brigitta, als Kind so hässlich, dass selbst die Mutter sich von ihr abwendet, wächst einsam und unverstanden auf. Aus Angst, Gefühle zuzulassen, weist sie den jungen Mann, der sich für sie interessiert, zurück. "Werben Sie nicht um mich. Sie sind der einzige, der darnach fragte, ob ich auch ein Herz habe, gegen Sie kann ich nicht falsch sein." Sie verliebt sich in ihn, er scheitert an ihren hohen Forderungen. Drucken
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.09.2005
"Eine schönere deutsche Prosa als Stifter hat niemand geschrieben", verkündet Martin Z. Schröder. Nur wissen es viele nicht, weil seine Sätze oft lang sind, und Kommata an komischen Stellen stehen. Ein geduldiger lauter Vortrag könne aber jederzeit demonstrieren: "Stifter erzählt musikalisch, rhythmisch wie Lyrik." Allerdings, konstatiert Schröder enttäuscht, liest Christian Brückner nicht so vor, lässt es an Sorgfalt und Seele fehlen. "Stifter war Österreicher, und der Ton seiner Texte ist tief, voll, beseelt, während Brückner eher fistelt und Nachsilben verschluckt." Und so wird Stifter - schade, schade! - vorerst als schwierig verschrien bleiben.
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