Neuübersetzt von Kurt Steinmann. Ungekürzte Lesung von Christian Brückner. Laufzeit: 140 Minuten. Apokalyptische Reiter, Unheil kündende Engel mit Posaunen, der Zorn Gottes in sieben Schalen, Krieg, Geschwüre und Feuersbrunst. Wenige Bücher können es an rauschhaften Visionen mit der "Offenbarung des Johannes" aufnehmen, diesem bis heute geheimnisvollen Teil des Neuen Testaments. Wie in einem Fiebertraum verschmelzen Mensch und Tier, stehen Himmel und Erde in Flammen, blasen Engel und göttliche Gestalten zum Gericht über Verfehlungen und Kleinmut. Schaudernd stellt man fest, dass selten blutigere Rache geübt wurde als bei diesem Feldzug gegen Ungläubige.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2016
Rezensent Alexander Kosenina wird unheimlich mit Christian Brückners ungekürzter Lesung der von Kurt Steinmann neu übersetzten "Apokalypse". Schon der Text mit seinem Katastrophenreigen erscheint dem Rezensenten absolut ungeheuerlich und modern, so dass ihn kaum mehr wundert, dass die Expressionisten darauf flogen. Dem Hörer des von Brückner laut Rezensent wunderbar getroffenen untergründigen Tons jenseits von Predigt oder Verkündigung vergeht laut Kosenina fast Hören und Sehen, so stark ist der Sog, so sehr gleicht der Text einer politischen Kampfschrift, findet er.
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