Das Porträt einer Partnerschaft und einer wilden Liebe zu Sizilien, wo der Tod nicht das Ende bedeutet. Als sein Partner stirbt, reist Konrad mit Adrianos Asche nach Sizilien, wo sie sich in den letzten gemeinsamen Jahren ein Haus gekauft und eine zweite Heimat geschaffen hatten. Auf die Reise begleitet ihn der unter anderem junge gutaussehende Santi, der im Gegensatz zum grüblerischen Konrad, das Leben auf die leichte Schulter nimmt. Die Insel der Gegensätze wird beide auf ihre eigene Art herausfordern. Wir erleben eine ebenso turbulente wie berührende Abschiedsreise, einen liebevollen Rückblick auf gemeinsame Jahre, ein unterhaltsames Porträt der deutschen Ex-Pats auf Sizilien und einen Ausblick darauf, wie es nach einem lebensändernden Verlust weitergehen kann.
Rezensent Jan Drees hält Adriano Sacks Debütroman für leicht überästhetisiert. Das Trauer-Tagebuch über eine Sizilien-Reise auf den Spuren des verstorbenen Geliebten, wie es der Roman entwirft, überwältigt Drees mit seiner trüben Stimmung. Dass jederzeit Oscar Wilde, Truman Capote oder Christian Kracht die Szene betreten könnte, macht es Drees auch nicht unbedingt leichter. Die Rettung, die der Erzähler im morbiden Süden, im Kino und in der Popmusik sucht, dem etwas gequälten Rezensenten bleibt sie verwehrt.
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