Alan Bennett

Die souveräne Leserin

Cover: Die souveräne Leserin
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2008
ISBN 9783803112545
Gebunden, 115 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Wer hätte gedacht, dass eine Liebeserklärung an die Queen und die Literatur so gut zusammenpassen? Die Hunde sind schuld. Beim Spaziergang mit der Queen rennen sie los, um den allwöchentlich in einem der Palasthöfe parkenden Bücherbus der Bezirksbibliothek anzukläffen. Ma'am ist zu gut erzogen, um sich nicht bei dem Bibliothekar zu entschuldigen, leiht sich ebenfalls aus Höflichkeit ein Buch aus - und kommt auf den Geschmack. Die Auswirkungen der majestätischen Leselust sind unvorhersehbar, die Grundfeste des Buckingham Palace werden jedenfalls gehörig durcheinander gewirbelt und für den Leser bleibt kein Auge trocken.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.12.2008

Rezensentin Christine Pries hat große Freude an der Lektüre dieses Gedankenspiels des britischen Autors Alan Bennett und will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen - auch wenn das Ende sie dann fast zwangsläufig enttäuscht hat. Bennett stellt sich die britische Königin als plötzlich ganz eifrige Leserin vor und erforscht in diesem Zusammenhang die Natur des Lesens, "selbstreflexiv und ungemein liebevoll". Pries vergleicht dieses Buch mit einem "Souffle": Schlichtheit, Raffinesse und Genuss - ein "süßes kleines Nichts".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.09.2008

Begeistert ist Franziska Augstein von der Erzählung Alan Bennetts, in der der britische Drehbuchautor und Theaterschriftsteller die Queen hinreißend komisch zur manischen Leserin werden lässt. Durch Zufall stößt Elizabeth II. auf den Stadtbibliotheksbus und entleiht aus Höflichkeit ein Buch. Daraus allerdings entwickelt sich eine Lesesucht, die auch Auswirkungen auf die königliche Pflichterfüllung hat, stellt die Rezensentin amüsiert fest. Sie bewundert das psychologische Feingefühl und die Vertrautheit mit feinsten Klassenunterschieden, die der Autor dabei an den Tag legt und preist seine absolute Pointensicherheit. "Kongenial" sei auch die Übersetzung ins Deutsche durch Ingo Herzke, so Augstein rundum zufrieden.

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