In diesem Band werden die neuesten Vorschläge für eine Modellbildung zum Selbstkonzept in Philosophie, Hirnforschung und Psychiatrie vorgestellt und interdisziplinär diskutiert: Im Rahmen einer naturalistischen Theorie ist damit die Grundfrage verbunden, wie das Selbstkonzept eines Menschen hirnphysiologisch realisiert ist. Der Band richtet sich somit an alle, die sich für moderne Philosophie, Psychologie, Hirnforschung und Medizin interessieren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2001
Der Sammelband präsentiere den Stand der interdisziplinären Forschung zum Thema "menschliches Selbstbewusstsein", schreibt Manuela Lenzen. Um philosophische Konzepte und die Ergebnisse der empirischen Forschung zusammen zu bringen, erklärt sie, hätten die Herausgeber ihrem Band eine Arbeitshypothese vorangestellt: Die Vorstellung von unserem Selbstbewusstsein als einem aus einfacheren kognitiven (und theoretisch leichter handhabbaren) Teilfähigkeiten zusammengesetzten komplexen Ganzen. Offenbar aber funktioniert dieser Ansatz nur partiell, was die Beiträge letztlich verbinde nämlich, meint die Rezensentin, sei zumeist nicht viel mehr als das Vertrauen darauf, dass alle mentalen Vorgänge eine materielle Grundlage besäßen und empirisch erklärbar seien. Woher in diesem Band Lenzen schließlich dennoch ein einigermaßen komplettes "Bild vom Selbst" bezieht, muss uns ein Rätsel bleiben.
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