Aus dem Englischen von Dirk van Gunteren. Mit Illustrationen von Sabine Wilharm. Ein Krähennest, aus dem eine gierige Schlange Tag für Tag das frischgelegte Ei stiehlt, und ein Krähenpärchen, das mit Hilfe des schlauen alten Uhus die Schlange überlistet und außer Gefecht setzt Aldous Huxleys Weihnachtsgeschenk für seine kleine Nichte Olivia ist der einzige Text für Kinder des weltberühmten Autors von "Schöne neue Welt" und war jahrzehntelang vergessen. Jetzt erscheint er neu entdeckt, im neuen Gewand, in mehr als zehn Sprachen und erstmals auf Deutsch, mit Bildern von Sabine Wilharm. Erwachsene können darin Anspielungen auf den Zweiten Weltkrieg finden, Kinder haben einfach ihren Spaß an der listenreichen Fabel, bei der die böse Schlange als Wäscheleine endet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2007
Andreas Platthaus widmet sich in seiner Besprechung mehr den Illustrationen von Sabine Wilharm als der kleinen Geschichte von Aldous Huxley. Der Rezensent erklärt uns kurz, wie es zu dem Buch kam - Huxley schrieb es im amerikanischen Exil für seine damals fünfjährige Nichte - um dann vor allem in den Bildern zu schwelgen. Er scheint richtig froh, dass Sabine Wilharm, die auch die Titelbilder der deutschsprachigen Potter-Bände gestaltet hat, jetzt wieder Zeit für so ein kleines Sujet hat. Begeistert ist er von den kleinen Nebenfiguren, nämlich den Rotkehlchen, die von der Illustratorin eingeführt wurden und die zu ungewöhnlichen Perspektiven auf das Geschehen verführen. Dass die Krähen am Ende, als sie endlich die Schlange als Eierräuberin überführt haben, schließlich durch die Vielzahl ihres Nachwuchses die Rotkehlchen fast vertreiben, stimmt Andreas Platthaus "melancholisch", auch wenn hier "vom Sieg des Guten berichtet" wird.
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