Aus dem Amerikanischen von Violeta Topalova. Die ersten Meldungen klangen absurd. Auf einen russischen Dissidenten, der früher in den Diensten des KGB und der Nachfolgeorganisation FSB gestanden habe, sei ein Giftanschlag in einer Londoner Sushi-Bar verübt worden. Doch als sich Litwinenkos Zustand verschlechterte und er in eine Klinik eingewiesen werden musste, nahm die Geschichte eine ernste Wendung. Am 23. November 2006 starb er an den Folgen einer Polonium-210-Verstrahlung. Zwei Tage zuvor gab er eine Erklärung ab, in der er Kreml-Funktionäre und Putin für seinen Tod verantwortlich machte. Wer war Alexander Litwinenko? Weshalb konnte er nicht in seiner Heimat bleiben? Warum schwebte er auch in England, wo ihm politisches Asyl gewährt worden war, in solcher Gefahr? Wie kam er wirklich ums Leben?
Eine fesselnde Lektüre sieht Klaus-Helge Donath in der Lebensgeschichte des ermordeten russischen Ex-Agenten und Regimekritikers Alexander Litwinenko, die Alex Goldfarb niedergeschrieben hat. Basierend auf Berichten Litwinenkos und seiner Frau erzähle der Autor die Biografie des ehemaligen Geheimdienstlers, der Ende der 1990er Jahre aus dem FSB ausgestiegen war und die fragwürdigen Praktiken des Geheimdienstes öffentlich gemacht hatte. Donath bescheinigt dem Autor, Litwinenkos Geschichte als "spannenden Polit-Thriller" darzustellen. Über die Hintergründe des mysteriösen Giftmordes selbst allerdings hat er in dem Buch kaum Neues erfahren.
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