Ein ideales ABC des Klavierspiels: kenntnisreich, witzig, aufklärend und persönlich. Alfred Brendel ist der ideale Vermittler für alle Fragen, die das Klavier und die Klavierliebhaber stellen. Von A wie Anschlag, Akkord und Arpeggio bis Z wie Zusammenhang erklärt der weltberühmte Pianist die Geheimnisse, die sich ihm selbst in seiner jahrzehntelangen Praxis gestellt haben. Brendels Vademecum ist ein wunderbares Buch für alle Freunde des Pianoforte, für Musiker wie Musikliebhaber. Es kann ein Konzert nicht ersetzen, aber entscheidend vertiefen - denn so humorvoll und klug ist selten über das große schwarze Instrument geschrieben worden, das bis heute unsere Ohren herausfordert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2012
Großmeister mit Macken, dieser Alfred Brendel. Eleonore Büning kann das gut vertragen, wenn der Meister im Vorwort seines Musik-ABCs seine acht weiteren Buchpublikationen bewirbt. Oder mal eben das 20. Jahrhundert musikalisch auf die Plätze verweist. Auch Kalauer (Jammerklavier statt Hammerklavier) verzeiht sie ihm. Solange einer so wunderbar wahr über "K" wie Klavier schreiben kann, trocken humorig, kryptisch, zerstreut im besten Sinn. Das Buch liest sie von vorn oder von hinten, ganz wie einen Roman, nur nicht als ernsthaftes Nachschlagewerk. Dafür, meint sie respektvoll, ist der Meister viel zu albern.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.08.2012
Martin Meyer räumt dem Pianisten-ABC von Alfred Brendel ohne Zögern einen Platz in der Musikgeschichte ein und zeigt sich von Form und Inhalt gleichermaßen erfreut. Das Buch richtet sich an Musikliebhaber wie auch an Musiker, meint der Rezensent, der es insbesondere einnehmend findet, dass sich Brendel in seinen Ausführungen um Einfachheit bemüht, ohne zu vereinfachen. Meyer schwelgt in den ganz unterschiedlichen Eintragungen zu einzelnen Komponisten, zu Begriffen wie "Klang" oder "Humor", aber auch zu Abseitigem wie "Husten" oder "Jammerklavier" und sieht sich nicht zuletzt großartig unterhalten, wie er versichert. Nicht in allem will er dem Essayisten, Schriftsteller und Pianisten zustimmen, und manche Einschätzung Brendels kann er überhaupt nicht nachvollziehen, wie er zugibt. Das tut aber seiner Freude an diesem Buch, das er für seine Vielfalt, seinen Geist und seinen aufklärerischen Impetus preist, keinen Abbruch.
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