Aus dem Französischen von Petra Willim. Die wichtigsten Komponistinnen von der Antike bis heute - mit Playlists zu jedem Kapitel. Eine Musikgeschichte (fast) ohne Männer In der Geschichte der klassischen Musik spielen Frauen noch immer kaum eine Rolle, dabei gab es bereits in der Antike die ersten Komponistinnen. Aliette de Laleu erzählt in Porträts ihre Geschichten und bringt uns das Schaffen so unterschiedlicher Persönlichkeiten wie Sappho, Hildegard von Bingen, Clara Schumann, Ethel Smyth oder Kaija Saariaho nahe. Und sie erklärt, warum Komponistinnen oft die ihnen zustehende Anerkennung versagt blieb.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.2024
Ein interessantes Thema, das von der Autorin Aliette de Laleu nicht durchweg angemessen bearbeitet wird: So urteilt Rezensentin Beatrix Borchard über diese Veröffentlichung. Schon der vom Verlag gewählte deutsche Titel irritiert Borchard, erinnert er doch an ein Kinderbuch, während es sich bei dem Band doch tatsächlich um eine Darstellung der Musikgeschichte, fokussiert auf Komponistinnen und die Gründe ihrer Unsichtbarkeit im Diskurs handelt. Dass Laleu das Buch aus einer dezidiert französischen Perspektive schreibt, kann die Rezensentin noch nachvollziehen, da in Frankreich Frauen lange besseren Zugang zu Musikausbildung hatten in Deutschland. Allerdings, moniert Borchard, hätte zumindest die deutsche Forschung rezipiert werden können. Dann wären Laleu auch nicht inhaltliche Unsauberkeiten aufgetreten wie etwa in den Passagen über Clara Schumann und Fanny Hensel, die einander, was im Buch nicht vorkommt, kannten und halfen. Überhaupt wird hier zu sehr ein einseitiges Täter-Opfer-Schema bedient, findet Borchard auch mit Blick auf die Rolle etwa von Robert Schumann, die Fokussierung auf misogyne Männer, die Frauen das Komponieren untersagen, ist ihrer Meinung nach keine hinreichende Antwort auf die Problemstellung. Locker geschrieben findet die Rezensentin das Buch gleichwohl, auch wenn ihr der Text "teils ungeschickt" übersetzt erscheint - Beispiele nennt Borchard allerdings nicht. Insgesamt also keine ganz überzeugende Veröffentlichung, so der Tenor der Rezension.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…