Robert Schumann lebte zwischen Extremen, zwischen Angst bis hin zum Verfolgungswahn und Gefühlen von tiefer Geborgenheit, zwischen Abhängigkeit und Selbstbehauptung, Selbstbewusstsein und extremen Entfremdungsgefühlen, zwischen direkt geführten Machtkämpfen und Anpassung bis zur Selbstaufgabe. Dagmar Hoffmann-Axthelms 1994 erstmals erschienene Studie, die sowohl die biografische als auch die musikalische Komponente dieser Grundspannungen psychoanalytisch fundiert ins Auge fasst, wurde von ihr vollständig überarbeitet und auf den neuesten Stand der Forschung gebracht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.06.2010
Zum 200. Geburtstag von Robert Schumann hat Hans-Jürgen Linke drei Neuerscheinungen über den Komponisten gelesen, die er alle drei wärmstens empfehlen kann. Dagmar Hoffmann-Axthelm interessiert sich in ihrem Schumann-Buch für den Komponisten als kranken Künstler, wobei sie Schumann als "heroisch Leidenden" zeichnet, der mit aller Kraft gegen seine Krankheit und für seine Kunst kämpft, stellt der Rezensent gefesselt fest. Diese beiden Seiten Schumanns werden in der Studie stets ausgesprochen kenntnisreich gemeinsam betrachtet, erklärt Linke.
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